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ORF CD "ABTASTUNGEN" p 2001 c ORF
CD 269
erhältlich beim ORF Shop und im
Fachhandel
Inhalt und Stückbeschreibungen WERNER
RADITSCHNIG
&Mac226;ZONEN’ (1998)
für Baritonsax, Trompete, Posaune, 3 Violoncelli, 3
Violinen, Ventilarperkussion, 3 Plattenspielerlaufwerke & 2
Elektropolychorde mit elektronischen Effekten
(Kompositionsauftrag des ORF)
Die klanglich
strukturellen Überlegungen gehen von zwei spezifischen
Klangfeldgestaltungen aus.
A) 3 Laufwerke: die
Tonarme tasten verschiedene Oberflächen von Papier, Karton,
Kunststoff, etc. ab.
Fragment und Wiederholung, die Signatur
dieser Technologie
B) 2 Elektropolychorde mit
elektronischen Effekten, die durch Vibrationskugeln und
Einzelsaitensynthese erregt werden.
Künstliche Verlängerung
und Einfärbung eines Saitenklanges.
Diese in ihrer
Geräuschhaftigkeit und Klanglichkeit produzierten Strukturen werden
mit InstrumentalZONEN von Streichinstrumenten, Blasinstrumenten und
Rotationsperkussion konfrontiert.
Der Dialog innerhalb der
einzelnen ZONEN von Experimentalinstrument und traditionellen
Instrument, spielt einerseits mit der klanglichen Verdeckung
zueinander, andererseits auch mit dem Gegensätzlichen der auf
unterschiedliche Weise produzierten Klänge.
ZONEN besteht
aus 9 Hauptabschnitten in unterschiedlichen Aggregatzuständen
Die Mengenordnung der auftretenden Stimmeinsätze der
Instrumentalgruppen in ZONEN ist von der Reihe 334553322
kontrolliert.
„Elettrico“(1999) – Linzer Version
für 2 Musiker agierend mit Saiten, Elektronik, Metall,
Heißluft und Zuspielung
Hörbeispiel: Linz 1 & Linz 2
Dieses musikalische Projekt entstand im Rahmen einer
groß angelegten Aktion des Malers Gerhard Brandl, welcher
Komponisten und Schriftsteller zur weiteren Bearbeitung seiner
Bilder einlud. Die 8 Blätter, in denen ich die
musikalisch-graphischen Assoziationszeichen einzeichnete, sind die
Vorlage für eine ausgearbeitete gebundene Interpretation (Linzer
Version) in 8 Abschnitten, die je nach Version vollständig oder auch
nur auszugsweise gespielt werden kann. Die graphischen Blätter
dienten als Assoziationsgrundlage für Instrumentierung und
strukturelle Dichte der einzelnen Teile.
„STRING-ART“
Unter diesem
Begriff fasse ich Projekte und Spielkonzepte zusammen, die ich
allein ausführe und die sich ausschließlich mit der Saitenschwingung
und deren für mich interessanten spielbaren Varianten beschäftigen.
Da ich seit längerer Zeit jede konventionelle Saitenerregung
ausschließe, handelt es sich bei dieser Musik um
Schwingungserregungen über a) elektrische Vibrationen, b)
Schwingspulen, die eine Dauerschwingung von Saiten ermöglichen und
c) elektrische Beeinflussungen von elektromagnetischen Tonabnehmern.
Als Grundklanglieferant dient eine liegende E-Gitarre
<ABTASTUNG 2 & 3> sowie die von mir neu entwickelten
Elektropolychorde <KLANGPLATZ>.
Grundsätzlich wird der
Saitenklang elektronisch angereichert. Die Spielstrukturen entstehen
aus manuellen und elektronischen Praktiken meiner Spielästhetik.
Alle Vorgänge sind live interpretiert.
Diese Spielart
benötigt einen definierten Ausgangspunkt, der für improvisatorische
Weiterführungen, welche durch die Kommunikation zwischen
Klangauslösung und Modulation in Real-Time-Gestaltung, sich
manifestiert.
„String-Art“ ist keine Musikform im Sinne
eklektizistischer Stilaphorismen und deren Vermixung.
Klangplatz‘ (2000) - Vibrationen für 3 Elektropolychorde
mit klangauslösenden Einzelsaitensynthesen, Vibratoren und
Nebeneffekten
Hörbeispiel: Prozess 2
Eine auf
Dauerton bzw. Dauererregung aufgebaute Konzertinstallation.
Bestandteil der Installation sind 3
Elektropolychorde, 2 stehend (ca. 180cm) und 1liegend (ca. 160cm),
gebaut aus Eisenrohr und auf Basis der Elektrogitarrentechnik. Damit
ausgelöst wird ein konzertantes Klangfeld kontrolliert durch einen
Ausführenden.
Durch die verwendeten Erreger, werden
die Saiten in Dauerschwingungen versetzt. Diese Erreger werden
während der Klangperformance unterschiedlich versetzt und
vertauscht. Die eigentliche Klangsituation wird jedoch durch die
elektronische Modulation der Saiteninstrumente erreicht. Für jedes
Instrument sind 16 verschiedene Modulationsvorgänge gespeichert, was
in Summe 42 Klangvariationen der Elektronik ergibt. Die
Klangvorgänge sind auf einem Rasterfeld notiert, während der
Performance wählt der Ausführende unterschiedliche Wege (derzeit
sind 5 Wege realisiert worden).
Der Ausführende ist
bei dieser Spielart nicht mehr in der üblichen Funktion des
Musikers, sondern übernimmt die Rolle eines
Klangorganisators/Operator. Da die strukturellen musikalischen
Vorgänge nicht punktueller Natur, sondern auf Flächen und
Massenbewegungen aufgebaut sind, ergibt sich eine Form der
Langsamkeit in der optischen Präsentation.
„ABTASTUNGEN“ (2000)
für
elektrische Gitarre und elektronische Effekte Prozesse 2 &
3 Oberflächenabtastung eines Instrumentes unter Ausnützung der
Magnetfeldinduktion eines Tonabnehmers. Die Geräusche entstehen
durch die direkte Einwirkung einer elektrischen Spule über dem
Tonabnehmer. Bisher sind 9 Klangprozesse bzw. Klanggestalten mit
dieser Spielanwendung entstanden. Jeder dieser Klangestalten ist
eine spezifische elektronische Modulation zugeteilt. Werden in
Abtastung 2 die entstehenden Strukturen teilweise blockartig im
Sample kanonisch verschoben, so ist in Abtastung 3 eine durchgehende
Verzögerung von sechs Sekunden mit extrem langen Diminuendo in
Verwendung.
„PULSATION“ (2000)
Besteht aus einem kurzem Riff, welches extrem tief
transponiert und dadurch zeitlich gestreckt wurde. Durch einen
Einsatz eines extremen Höhenfilters verblieben nur mehr
Obertonwellen, die in unterschiedlichen Dichteverhältnissen
zeitversetzt gelagert wurden. Das Stück hat somit keine Entwicklung,
sondern es bleibt in seiner Konsistenz statisch in mehr oder weniger
schnellen Pulsationen verharrend.
WERNER RADITSCHNIG
&Mac226;ZONEN’ (1998) – ( 16:56)
für Baritonsax, Trompete, Posaune, 3 Violinen, 3
Violoncelli, Ventilarperkussion,
3 Plattenspielerlaufwerke
& 2 Elektropolychorde mit elektronischen Effekten
(Kompositionsauftrag des ORF)
Realisation: Ensemble
„Die Reihe“ & Werner Raditschnig, Radiokulturhaus Wien 1999
„Elettrico“(1999) – Linzer Version
für 2 Musiker agierend mit Saiten, Elektronik, Metall,
Heißluft und Zuspielung
Linz 1 ( 9:15)
Linz 2 (
8:28)
Realisation: Herbert Pascher, Cello & Nagelgeige
mit elektronischen Effekten
Werner Raditschnig, 2
Elektropolychorde, Metallrohre mit Heißluft und Elektronik
Aufführung im Brucknerhaus Linz 1999
&Mac226;Klangplatz‘ (2000) Vibrationen
für 3 Elektropolychorde mitklangauslösenden Einzelsaitensynthesen,
Vibratoren und Nebeneffekten (konzertante Installation) Weg 2 (
11.42)
Realisation: Werner Raditschnig, Neues Musikform
Viktring 2000
„ABTASTUNGEN“ (2000)
für elektrische Gitarre und elektronische Effekte
Prozess 2 ( 7:35) Prozess 3 ( 11:41) Realisation: Werner
Raditschnig
„PULSATION“ (2000)
akustische Skulptur ( 6:43)
Realisation: Werner
Raditschnig
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